Erstmals steht mit Camille Saint-Saëns‘ biblischem Stoff „Samson und Dalila“ eine große französische Oper auf dem Programm des Klosterneuburger Opernfestivals. Das beim Wiener Publikum überaus beliebte Werk erfordert in der berühmten „Bacchanal-Szene“ im dritten Akt auch Ballett – eine Premiere für die „operklosterneuburg“.
„Wir sind stolz, dass wir erstmals in der Geschichte der ,operklosterneuburg‘ eine große Ballettszene auf die Bühne bringen können. Dabei möchten wir ganz bewusst eine moderne Tanzrichtung einschlagen, die den Bogen des Werkes von der vorchristlichen Zeit der Handlung in das Heute spannt“, kündigt Intendant Peter Edelmann an.
Talentförderung made in Klosterneuburg
Die „operklosterneuburg“ hat in ihrer Genese schon immer die Förderung junger Talente auf dem Programm, wird in einer Aussendung betont. Für die große Ballettszene konnte eine außergewöhnliche Kooperation mit der „Dance Factory“ Klosterneuburg geschlossen werden – einem Tanz- und Ballettstudio, das jungen Tanztalenten in einem berufsbegleitenden „Competition Programm“ eine umfassende Ausbildung bietet.
„Wir freuen uns sehr, dass wir als ,Dance Factory‘ mit unseren Tänzerinnen aus dem Ausbildungsprogramm beim kulturellen Highlight des Jahres – der operklosterneuburg – mitwirken dürfen“, zeigt sich Krista Gabrielsson, Leiterin der „Dance Factory“, begeistert.
Die Tanzgestaltung übernimmt die renommierte Choreografin Desi Bonato, die in Italien geboren wurde und die Codarts Rotterdam Dance Academy absolvierte. Sie arbeitete als Tänzerin in Amsterdam unter anderem mit „Het Internationaal Danstheater“, beim „Cascade Dance Theatre“ in Wales, bei „Deca Dance“ von Ohad Naharin im Festspielhaus St. Pölten sowie mit dem „Force Majeure“ von Ulduz Ahmadzadeh für Tanz Quartier. Für die „operklosterneuburg“ entsteht eine eigens entwickelte, moderne Choreografie.